Folge 69 – Wie Computersimulationen die Landwirtschaft resilienter machen können – Gästin: Anneke Tombrägel

Shownotes

In der 69. Folge von Informatik für die moderne Hausfrau spreche ich mit Anneke Tombrägel über Computersimulationen, insbesondere über solche im landwirtschaftlichen Kontext. Anneke erkärt uns, wie Simulationen ablaufen und welche Informationen man für das zugrundeliegende Modell benötigt. Wir erfahren außerdem mehr über die Simulationen, die sie im Rahmen ihrer Masterarbeit durchgeführt hat, und wie ihre Ergebnisse zu mehr Biodiversität und reslienteren Ökosystemen beitragen können.

Anneke lässt uns an ihren Entscheidungsprozessen teilhaben, die sie von einer Mädchenschule, an der sie sich zunächst sehr für Informatik begeistert hatte, zu einem Physikstudium explizit in Ostdeutschland geführt haben, nämlich an der Universität Jena. Was ihre Motivation, die Welt zu verbessern, mit ihrer Entscheidung für den interdisziplinären, forschungsorientierten Masterstudiengang "Climate, Earth, Water, Sustainability" an der Universität Potsdam zu tun hatte, erfahren wir ebenfalls.

Wir sprechen außerdem über ein weniger erfreuliches Thema, nämlich über Sexismus und die Diskriminierung von Frauen im MINT-Kontext. Anneke gibt uns in diesem Zusammenhang Einblicke in ihre eigenen Erfahrungen, die sie nachhaltig geprägt haben. Sie schildert ebenfalls, wie es gelingen kann, die eigenen Ziele und Träume zu verfolgen, auch wenn es im eigenen Umfeld keine weiblichen Vorbilder gibt, an denen man sich orientieren kann.

Annekes LinkedIn-Profil findet ihr hier: https://www.linkedin.com/in/anneke-tombr%C3%A4gel-292666209/

Mehr zum Masterstudiengang "Climate, Earth, Water, Sustainability" erfahrt ihr hier: https://www.uni-potsdam.de/de/studium/studienangebot/master/climate-earth-water-sustainability

Mehr zu dem Modell, mit dem Anneke gearbeitet hat, könnt ihr hier nachlesen: https://www.pik-potsdam.de/en/institute/departments/activities/biosphere-water-modelling/lpjml

In Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik findet Rahmen des Informatik-Festivals in Dresden am 23.09.2026 ein Live-Podcast von Informatik für die moderne Hausfrau statt. Alle Infos und Tickets gibt es hier: https://informatik2026.gi.de/

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Alle Informationen zum Podcast findet ihr auf der zugehörigen Webseite https://www.informatik-hausfrau.de. Zur Kontaktaufnahme schreibt mir gerne eine Mail an mail@informatik-hausfrau.de oder meldet euch über Social Media. Auf Instagram und Bluesky ist der Podcast unter dem Handle @informatikfrau (bzw. @informatikfrau.bsky.social) zu finden.

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Transkript anzeigen

00:00:14: Informatik für die moderne Hausfrau, der Podcast von Mit und Überfrauen

00:00:19: in Informatika mit Lea Schönberger.

00:00:28: Herzlich willkommen zur neunundsechzigsten Folge von Informatikum für die Moderne Haus-Frau!

00:00:34: Schön dass ihr rein hört.

00:00:38: Wenn wir uns im Moment mit Nachrichten beschäftigen dann begegnet uns gefühlt überall nur Hyops

00:00:43: Botschaften

00:00:45: Die Meldungen über neue Waldbrände.

00:00:47: die häufen sich Und wenn wir alle mal ganz ehrlich sind, dann hätten die meisten von uns noch vor ein paar Jahren überhaupt nicht dran gedacht,

00:00:55: dass sowas auch hier

00:00:56: bei uns passieren könnte.

00:00:58: Waldbrände kamen uns lange wie eine eher abstrakte Gefahr vor und auch heute habe ich das Gefühl es

00:01:04: gibt so

00:01:05: einige Menschen, die nehmen die aktuelle Situation nicht ernst!

00:01:10: Trotz langer Hitzeperioden und Trockenheit grillt man im Wald oder schmeißt Zigarettenstummel in die Gegend.

00:01:17: Ich habe das schon mal angesprochen,

00:01:19: denn in

00:01:19: meiner Heimat da haben wir eine ziemlich

00:01:21: trockene Hecke

00:01:22: direkt am Gehweg.

00:01:24: Dahinter eine vertrocknete – ich nenn sie liebevoll – Unkrautwiese und ein paar bald ziemlich tote Bäume!

00:01:32: Als Reaktion bekomme ich dann zum Beispiel so etwas wie Ach was hier passiert doch nichts oder der Sommer ist ja bald vorbei, dann hat sich das erledigt?

00:01:41: Und es macht mich schon ziemlich fassungslos... Das hier ist ein Informatik-Podcast

00:01:48: und deshalb

00:01:49: gehe ich davon aus, dass ihr – wenn ihr das hört – euch zumindest so ein bisschen für Daten und Fakten,

00:01:54: für

00:01:55: Wissenschaft usw.

00:01:56: interessiert!

00:01:58: Und deshalb gehe auch davon aus ,dass euch klar ist der menschengemachte Klimawandel, manche sagen auch Klimakatastrophe, der erledigt sich nicht so einfach.

00:02:08: Ganz im Gegenteil, der nimmt uns unsere Lebensgrundlage bzw wir nehmen die uns mit unserem Verhalten selbst Teil dieser Lebensgrundlage des Nahrungsmittel, insbesondere alle diese Dinge die auf Feldern angebaut werden aber auch Grünflächen die Nutztiere ernähren.

00:02:27: Und in dieser Hinsicht sieht es gerade dramatisch aus.

00:02:30: durch die Trockenheit drohen nämlich große Ernte einbußen!

00:02:35: Weil das wenn wir so weitermachen in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht das einzige Mal sein wird

00:02:40: dass es passiert

00:02:41: ist es wahnsinnig wichtig dass wir uns überlegen wie wir uns an den Klimawandel anpassen.

00:02:48: Eine Sache, die uns dabei helfen kann und hier kommt die Informatik wieder ins Spiel.

00:02:52: Das sind Simulationen!

00:02:55: Mit deren Hilfe können wir nämlich versuchen abzuschätzen was passieren wird mit welchen Szenarien wir rechnen müssen und wie wir damit umgehen können Was so eine Simulation überhaupt ist, wie sie funktioniert und vor allem was man damit in landwirtschaftlichen Kontexten anfangen kann.

00:03:13: Darüber spreche ich heute mit einer Frau die sich viel damit beschäftigt nämlich mit Anneke Tomprägel.

00:03:20: Anneke hat gerade ihren Master abgeschlossen und zwar im interdisziplinären und Forschungsorientierten Studiengang Climate Earth Water Sustainability an der Universität Potsdam.

00:03:32: Vorher hat sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Physik

00:03:35: studiert.

00:03:56: Hallo, Annike!

00:03:57: Hiiii!

00:03:59: Wenn man den Begriff Simulation oder Computersimulation hört dann denken ja viele an irgendwelche drei D-Modelle von zum Beispiel Landschaften oder Objekten wie man das auch manchmal im Film sieht und...

00:04:13: Wie realistisch

00:04:14: ist das denn?

00:04:15: Beziehungsweise was isst denn eigentlich eine Computerssimulation?

00:04:20: Also in den Umweltwissenschaften ist es so

00:04:22: dass

00:04:23: das aus einer Kombination von statistischer Forschung und physikalischer Forschungen passiert.

00:04:29: Das heißt, die Physik hat Gesetze wie z.B.

00:04:32: die Energieerhaltung oder Bewegungsgleichung, die dann im Modell benutzt werden zum Beispiel für Strömungsgeschwindigkeiten oder für Verdunstungen – was ganz wichtig ist in bspw-Modellen, dass man die Thermodynamik von Wasser versteht.

00:04:48: Und dann gibt es natürlich auch statistische Forschungen.

00:04:51: Jahrhunderte entstanden ist, wo Leute irgendwelche Faktoren ermittelt haben und das fließt dann in dieses Modell ein.

00:04:58: Und ein Model ist natürlich nie genau die Realität.

00:05:01: es wird aber abgeglichen zum Beispiel mit Satellitdaten oder mit realen Labor-Daten und man versucht da natürlich wirklich das Modell an der Realität anzupassen.

00:05:13: was gelingt natürlich nicht hundertprozentig.

00:05:16: Jetzt hast du gerade gesagt Modell.

00:05:18: Ich habe ja aber gefragt nach einer Computersimulation, ist das denn dasselbe oder wo ist der Unterschied?

00:05:25: Das Modell ist erstmal das Grundprogramm würde ich sagen also da wo man die ganzen Formeln reinschreibt und was man so programmiert und eine Modellsimulation wäre dann in dem Fall eine Anwendung auf ein bestimmtes Szenario.

00:05:39: Man kann sich jetzt zum Beispiel vorstellen wenn man eine bestimmte Region hat, man möchte da zb Verdunzungen anschauen Dann kann man ein paar Parameter durchvariieren, wie zum Beispiel Temperatur und nimmt dann Mittelwert.

00:05:53: Oder man lässt das gleiche Modell mit ziemlich ähnlichen Parametern ganz oft laufen und macht danach eine statistische Analyse weil halt so viele vormelnde Parameter und Gleichungen und Statistiken da drin sind dass halt nie hundert Prozent genau der gleiche Wert rauskommt und man möchte es halt möglichst genau haben und deswegen spielt man das sozusagen durch das Modell.

00:06:14: Und das ist dann diese Molation.

00:06:17: Und wenn man jetzt so eine Simulation durchführt, du hast ja gerade schon gesagt was da so alles reinfließt.

00:06:22: Aber wenn ich mir jetzt denke okay morgen möchte ich jetzt eine bestimmte Sache simulieren.

00:06:29: Ich starte aber jetzt bei null Was muss sich denn alles machen damit ich das simulierend kann?

00:06:34: Also wie kriege ich diese Simulation zusammen?

00:06:37: quasi

00:06:39: also in dem Modell was ich verwende LPDML.

00:06:41: es ist so dass es verschiedene Module gibt.

00:06:44: Das heißt es gibt zum Beispiel einen Modul für das Wassersystem.

00:06:48: Da fließt dann zum Beispiel eine Wassergleichung raus, die alle möglichen Variablen hat wie Vertunstung, Regen, Abfluss, Grundwasser, Bodenfeuchte.

00:06:57: Dann gibt es aber auch Module für Kohlenstoffe also Fotosynthesekreislauf, Nitrat, also Düngungen und so weiter Und diese Module werden quasi überformend miteinander verbunden.

00:07:12: Also man geht da quasi rein step by step.

00:07:15: für alles hat man irgendwie ein Modul und dann verbindet man die irgendwie.

00:07:18: Und da muss man noch eine Konfigurations-Datei machen, also quasi welche Startwerte gebe ich diesem Modell?

00:07:26: Dann hat man noch ne Spin-Abphase das heißt man lässt das Modell zum Beispiel laufen fünfhundert Jahre lang, d. h. da ist ja ganz viele Winter, Sommer

00:07:33: usw.,

00:07:33: damit sich... Also

00:07:34: nicht fünfhundert Jahre

00:07:35: unserer

00:07:36: Zeit.

00:07:36: aber das tut so als wären es fünfhunder Jahre vermutlich.

00:07:40: Naja, also im Modell würde man dann künstlich sagen wir fangen ein Tausend Fünfhundert an und ich geb den irgendwelche Startwerte.

00:07:45: Also ich sage jetzt Temperatur zwanzig Grad usw.

00:07:49: Natürlich hat das Modell dann auch eine lokale Datei wo da zum Beispiel drin steht keine Ahnung Latitude, Longitude Wir befinden uns an dem Ort Und das sind die durchschnittlichen Werte die dieser Ort hat und dann läuft das Modeller ganz oft durch.

00:08:03: Dann hat man in realistischen Werten auf fünfhundert Jahren wie es jetzt aussehen könnte.

00:08:09: Also das heißt, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.

00:08:12: Wir haben erstmal so eine Grundlage also die Daten, die du quasi in diesen Modulen auch schon drin hast und diese Formeln sozusagen wie das alles funktioniert.

00:08:20: aber es hängt eben ganz stark ab von dem was Du dann noch rein gibst genau Und damit kannst Du dann eben beeinflussen Was Du auch testen möchtest sozusagen

00:08:28: Genau und Du kannst natürlich dann auch So was wir Einstellungen machen würde ich sagen man kann zum Beispiel sagen Ich mache es mit künstlicher Beregnung oder ohne.

00:08:36: Also wenn ich mir jetzt einen Feld angucke, wo Pflanzen wachsen, kann ich sagen, ich nehme nur den natürlichen Wasser gehalten.

00:08:42: Ich kann aber aus Einstellungen jeden Tag mit fünfzig Millimeter Wasser oder zehn wie auch immer gesprengkelt.

00:08:49: das wäre dann natürlich ein ganz anderes Platz in Wachstum.

00:08:53: Jetzt hast du ja schon mehrfach dein eigenes Modell erwähnt.

00:08:57: Erzähl uns doch vielleicht noch mal ein bisschen genauer was ist es denn eigentlich für ein Modell?

00:09:01: Worum geht's da?

00:09:02: wir haben jetzt schon gehört Landschaft Boden, Regen, verschiedene Dinge die da rein spielen.

00:09:09: Aber was ist denn der Kontext und was macht dieses Modell?

00:09:11: Wofür ist das da?

00:09:13: Das Modell heißt LPGML, Lundpotsam Jena-Modell Und es ist quasi ein Landschaftsmodell Was benutzt werden kann für alle möglichen Ökosysteme also auch Welter.

00:09:28: Es funktioniert so dass es verschiedene Pflanzentypen über ähnliche Parameter zusammenfasst.

00:09:33: Also du sagst jetzt nicht ich Simuliere eine Eiche, sondern du sagst ich simuliere ein Buchenwald oder ich simule dir einen Graslandsystem.

00:09:41: Ein Graslandsystem wäre jetzt das was wir haben für Kühe.

00:09:44: Da sind natürlich ganz viele verschiedene Arten von Pflanzen ist natürlich nur viel zu komplexes in einem Modell zu fassen.

00:09:50: deswegen fasst man das sozusagen zusammen also Pflanzenarten die ähnliche Parameter haben.

00:09:56: und das Modell habe ich nicht selber programmiert es gibt's natürlich schon aber Ich hab angeguckt wie funktionale Diversität sich auswirkt in einem Modell, also funktionale Diversität, die kann man sich so vorstellen.

00:10:08: Das normalen Biodiversität wäre quasi die Biodiverität zwischen zwei Pflanzen, also quasi ich gucke mir einen Wald an und sage okay ich habe eine Eich, ich hab ne Buche, ich habe so unzufülle verschiedene Pflanzen.

00:10:20: Die haben die eingeschafft und ich guck mir an was passiert wenn ich das Modell benutze für die gleiche Pflanzenart?

00:10:26: Aber diese Pflanzenarts unterscheidet sich ein bisschen zu sich selbst.

00:10:29: also quasi Ich nehme immer den gleichen Baum, aber der hat eine andere Höhe.

00:10:32: Der hat einen anderen Wurzeltiefel, der hat andere Futro-Synthese-Parameter.

00:10:36: sind zum Beispiel auch Parameter drin wie Stressresistenz gegenüber externen Faktoren wie z.B.

00:10:44: Kühe die jetzt quasi das Gras auf Ästen und wie robust ist das Grash gegenüber Feinden?

00:10:50: Oder wenn das Grass jetzt stirbt in der Simulation bei schlechtes Wetter war dann gibt es auch Faktoren die zum Beispiel sagen Okay, nach einer Woche wächst das wieder oder nach einem Jahr?

00:11:01: Also ganz viele Faktoren.

00:11:02: Ich glaube es waren ungefähr fünfzehn und die habe ich dann quasi durchvariiert in meinen Simulationen und am Ende statistisch analysiert welche Pflanzen überleben.

00:11:13: warum überleben?

00:11:15: wie divers ist es also?

00:11:16: überlebt nur eine?

00:11:17: Überleben alle

00:11:20: Und du hast das ja an deiner Masterarbeit gemacht.

00:11:24: Das hat ja dann normalerweise immer einen höheren Sinn, sag ich mal.

00:11:27: Also es ist natürlich schön zu wissen wann stippt das Gras oder welcher Baum ist irgendwie robuster?

00:11:33: Aber was ist denn der Anwendungsfall von so einem Modell oder konkret von diesem Modell?

00:11:38: Wofür kann man das gebrauchen?

00:11:39: Was macht man damit?

00:11:42: Zum Beispiel ein Graßlandsystem hat verschiedene Ökosystemleistungen.

00:11:45: also zum Beispiel es ist wichtig für Kühe zum Essen.

00:11:48: Es ist aber auch wichtig um ein gesundes Graßlandsystem.

00:11:51: Speicher zum Beispiel Kohlenstoff im Boden durch Fotosynthese, Aufnahmeprozesse und so weiter.

00:11:57: Man hat auch natürlich auch einen kulturellen Wert.

00:11:58: das heißt es ist natürlich für uns auch schön als Menschen wenn wegen Wohllangfahren eine gesunde Wiese.

00:12:04: und dann ist es natürlich wichtig zu schauen welche Gräser sind resilient?

00:12:09: Und man kann sich das so vorstellen je mehr Biodiversität man hat desto resilienter ist ein System.

00:12:15: und jetzt gerade zum Beispiel in MIG auf die Klimakrise.

00:12:19: Es ist natürlich es wichtig zu schauen welche Pflanzen sind zum Beispiel besser gewappnet gegenüber Wasserstress oder so.

00:12:27: Und dann ist es natürlich gut zu gucken, wie können wir ein System am Leben behalten?

00:12:32: und je mehr Biodiversität man hat, desto wahrscheinlicher überlebt das System.

00:12:39: Dann kann man wahrscheinlich ja aber auch schauen – jetzt gerade wir sind hier in Brandenburg und das ist ja sehr trocken hört man immer!

00:12:46: Also kann ich mir vorstellen dass man dann ja auch schauen kann okay was kann man überhaupt noch pflanzen?

00:12:51: Oder was wäre sinnvoll zu pflanzen,

00:12:53: oder?!

00:12:54: Ja, oder man kann zum Beispiel auch für das Modell verschiedene Regionen miteinander vergleichen.

00:12:59: Was zum Beispiel interessant war, war dass in Mitteldeutschland also ich würde jetzt sagen relativ gesundes gleichmäßiges Regensystem nur ein zwei Pflanzen überlebt haben weil die quasi... Also es gibt die Nischentheorie, die quasi sagt eine Nische im System kann nur einmal besetzt werden.

00:13:21: Das heißt, die Pflanzen, wenn sie gleichzeitig da sind, konkurrieren die um Licht, um Kohlenstoff und Wasser.

00:13:27: Und haben alle unterschiedliche Strategien, wie die das bekommen.

00:13:31: Wenn du eine Region hast wie Deutschland dann ist die relativ monoton gleich,

00:13:36: d.h.,

00:13:36: es überlebt nur ein oder zwei?

00:13:39: Wenn du aber so Regionen hast wie Spanien wo du sehr unterschiedliche Zeiten hast, du hast halt starke Regenzeiten was aber auch starke Dürreprion Dann ist Modell herausgekommen dass wenn ich Hundert Pflanzen gleichzeitig simulieren, überleben fünfzehn.

00:13:55: Und in Deutschland ist halt rausgekommen es über dem zwei und in Spanien war dann zum Beispiel auch ganz klar zu sehen dass die Pflanzen, die den besten Wurzelparameter haben.

00:14:05: das ist quasi wie die Wurzel verteilt ist.

00:14:07: also man kann ja sagen irgendwie die Wurtzel erreicht nur zehn Zentimeter oder sie reicht den Tiefenboden wo gut dann das Wasser ist.

00:14:15: Die Überlebner hat er.

00:14:17: Das kannst du alles mit dem Modell austesten?

00:14:20: Ja ich kann quasi gucken macht das einen Unterschied.

00:14:22: Also ich habe zum Beispiel geguckt, ich simuliere fünf Pflanzen gleichzeitig also die gleiche Pflanze aber halt mit unterschiedlichen wurzeltiefen Mortalitäten und so weiter.

00:14:32: und ich hab geguckt was passiert wenn ich Wunder simulierere?

00:14:34: Macht das ein Unterschied?

00:14:36: Und man hat halt gesehen dass es so eine Art plattomäßiges Verhalten gibt.

00:14:42: also ich habe den Kohlenstoff geheilt quasi genommen als Referenz quasi wie viel Kohlenstoff nimmt das System auf?

00:14:50: Dann gibt es halt irgendwie ein Plateau und bei Deutschland ist das relativ früh.

00:14:53: Ich kann so viele verschiedene Pflanzen dahin hauen, wie ich will.

00:14:56: Es überlebt immer nur wenig.

00:14:59: Und in zum Beispiel im Regenwald was sehr viel Biodiversität hat, haben teilweise auch schon twenty-fünf Pflanzen überlebet.

00:15:08: z.B..

00:15:11: Die Ergebnisse die du jetzt raus hast oder das Modell in dem Zustand in dem du das jetzt entwickelt hast?

00:15:18: Kann man denn damit jetzt... In Anführungszeichen was anfangen, also gibt's da jetzt ein Transfer in zum Beispiel eben den Umweltschutz oder in die Landwirtschaft?

00:15:29: Oder ist das Teil eines größeren Projektes.

00:15:33: Also ich würde sagen die Forschung für Funktionale Biodiversität ist relativ früh noch und es hätte natürlich die Implikation dass die Bauern dann besser wissen was sie pflanzen können was überlebt und warum überlebte es.

00:15:52: Das ist natürlich auch ein Kostenfaktor, also wenn ich jetzt zum Beispiel weiß in Deutschland es ist egal wie viele ich pflanze und was sie für eine Konstellation haben das überlebe immer zwei und in Spanien weiß ich okay es ist entscheidend was für ne Wurzeltiefe die hat dann kann ich halt in Spaniens ganz viele Pflanzenpflanzen vielleicht gleich sind an allen anderen Parametern aber sich in der Wurzeltiefe unterscheiden.

00:16:15: und dann weiß ich halt dass das System ist resilienter als wenn ich das mit der Wurzeltiefe jetzt nicht hätte.

00:16:23: Jetzt denken wir noch mal einen Schritt weiter, also dieses Modell an dem du gearbeitet hast... Du hast ja gesagt da gab es auch schon ganz viele Parameter.

00:16:30: aber man kennt hier auch sowas wie Klimamodelle.

00:16:34: Wo ist da der Unterschied?

00:16:37: Klima-Modell würde sich erst einmal das Klimasystem angucken Das wäre halt die Energiebilanz Die fließt ja auch mit rein.

00:16:43: Also quasi Wie viel Lichteinstrahlung habe ich?

00:16:47: Wie viel Reflektion habe Wie viel Kohlenstoff habe ich in der Atmosphäre?

00:16:53: Und meins wäre dann ja sozusagen eine Anwendung.

00:16:57: Also das fließt damit natürlich schon automatisch rein, dadurch dass ich den Wasserkreislauf hab, den Kohlenstoffkreislaufe und den Energiekreislaf ist es ja so zu sagen mit drin.

00:17:06: Nur die Endvariable, die ich mir angucke sind halt jetzt nicht unbedingt die gängigen Klimawariabeln wie zum Beispiel Erhitzungen oder so sondern Pflanzenwachstum.

00:17:17: Aber könnte man jetzt mit deinem Modell Ein Klimamodell verbessern oder mit einem Klimamodel sozusagen dein Modell nochmal verbessern?

00:17:27: Also der Zusammenhang ist eher so, dass die bekannten Klimadaten in mein Modell einfließen.

00:17:33: Das wird wahrscheinlich auch in die andere Richtung gehen weil man natürlich für Klima-Modelle auch verstehen muss was lokale Änderungen sind und Pflanzen haben natürlich einen großen Einfluss zum Beispiel auf Verdunstung.

00:17:47: das heißt wenn ich jetzt System habe, wo jetzt im Regenwald hab ich natürlich relativ viel Verdunstung weil ich viele Pflanzen hab.

00:17:56: Dann beeinflusst das natürlich den Wasserkreislauf und Klimamodelle wie es die normale Person, die kennt wird jetzt vielleicht erstmal daran denken.

00:18:05: Temperatur.

00:18:07: aber was ja eigentlich das Entscheidende am Klimawandel ist ist dass pro Grad Erwärmungen kann die Atmosphäre sieben Prozent mehr Wasser aufnehmen.

00:18:15: Das heißt Auf der einen Seite gibt es mehr extremen Niederschläge, weil quasi mehr Wasser-Atmosphäre ist.

00:18:22: Auf der anderen Seite gibt's aber auch extremere Dörren, weil sozusagen mehr Wasser dem Boden entzogen werden kann und das spielt natürlich immer Modell auch eine Rolle, weil meine Pflanzen ja auf das Wasser reagieren sozusagen.

00:18:37: Das ist schon eher ungewöhnliches Thema also für eine Masterarbeit oder generell dass man sich im Studium mit sowas beschäftigt.

00:18:45: Und daher die Frage, wie kamst du denn darauf?

00:18:48: Also was war deine Motivation dich damit zu befassen.

00:18:52: Ich glaube ich habe nach dem Abi geguckt, wie jeder etwas studiere ich und ich war in der Schule so der klassische Mathophysikinformatik I Sportdrei-Kandidat also quasi so den Nerd, der irgendwie in einem so okay war aus der Mathophisik und Informatik.

00:19:06: deswegen war es irgendwie klar wo die Reise hingeht.

00:19:10: und dann hab' ich natürlich auch überlegt studiere ich Ingenieurswissenschaften, studiere Ich Physik, studier ich Mathematik Informatik und ich habe halt irgendwie gedacht mit Physik ist man am besten aufgestellt.

00:19:18: Also man hat halt irgendwie die experimentale Physik wo man Experimente macht Man hat theoretische Physik Wo man die ganzen Formeln Herleitung lernt Und auch Mathevorlesungen als Grundlage und... ...ich wusste aber auch dass ich irgendwie nicht trockener Physikerin werden will der sich nur mit schwarzen Löchern beschäftigt sondern ich wollte irgendwie in Anwendungsbereich Und da fand ich die Umweltwissenschaften an Amy Kuhl.

00:19:44: Ich bin der erste Jahrgang in diesem Master, also ich habe einfach geguckt nach einem Bachelor.

00:19:47: wo sind coole Forschungsinstitute?

00:19:49: und das war ein Potsdam.

00:19:50: Und dann wollte ich eigentlich einen Physikmaster machen aber dann ist quasi dieser neue Master aufgeploppt... ...und er ist quasi fünfzig Prozent einer Physikfakultät!

00:19:59: Also ganz viele Professoren bei mir sind Physiker, die meisten haben aber ihre Anwendungsgebiete in Umweltwissenschaften und die sind auch relativ bekannt.

00:20:08: Also es sind dann auf die, die man in der Tagesschau sieht wie zum Beispiel Professor Ramsdorf oder Riccadaring kann man

00:20:15: z.B.,

00:20:15: also man konnte zum Beispiel mein Masterkonto sich auf Polarforschung spezialisieren.

00:20:20: ich habe auch Kommilitonen, die modellieren Eisschilde oder Gletscher.

00:20:24: Ich hab mich aber für die Hydrologie entschieden weil ich das gefühlt hätte dass ist Das NASA-Menschen, also das ist was uns jetzt im Alltag total beeinträchtig.

00:20:34: Was man jetzt zum Beispiel auch sieht im Rhein der mega abgesunken ist... ...ist der Wasserkreislauf glaube ich so das wichtigste oder guteste wo man dann forschen muss?

00:20:43: Also nur zur Begriffsklärung Hydrologie ist dann quasi die Forschung zum Wasserkreislauf.

00:20:49: Ja

00:20:51: Jetzt hast du eben gesagt mit Physik ist man am breitesten Aufgestellt.

00:20:56: Kannst du noch mal erklären, was genau du meinst damit?

00:20:59: Meinst du da ist sozusagen am meisten dabei oder...

00:21:03: Nee ich glaube die Physiker haben eine Art und Weise Probleme zu lösen, die sich übertragen lassen.

00:21:10: Also ich kann kaum jemanden der Physik studiert, der wirklich dann auch in der Physique arbeitet.

00:21:15: also es gibt viele die gehen ins Finanzwesen Es gibt viele, die gehen in die Medizintechnik, in Neubeinergien um Weltbereiche.

00:21:24: die Art und Weise wie Physik hat quasi Probleme vereinfachen können, wie sie denken ist sehr hilfreich für Philipp Gebiete.

00:21:34: Ich würde mal behaupten in der Informatik ist es ja nicht so viel anders?

00:21:39: Und da frage ich mich du machst jetzt sehr viel im Bereich maschinelles Lernen damit arbeitest Du ja und Data Science generell war es keine Option für dich informatik zu studieren oder gab's das quasi nicht im Angebot.

00:21:56: Doch, ich wollte auch mal ganz lange Informatikerin werden aber ich bin in der Schule ein bisschen rausgemobbt worden aufgrund von Sexismus und dann habe ich irgendwie ganz lang nicht mehr programmiert und das kam dann am Ende vom Bachelor wieder.

00:22:09: also ich war an einer Mädchenschule wo es eine Informatik-Klasse gab.

00:22:12: Also wir hatten dann quasi ab der sechsten Klasse haben die Klassen nicht nur als Umgewiffen Es gab eine Informatieklasse wo wir dann Informatika ins Hauptfach hatten vier Stunden pro Woche Und dann dementsprechend auch irgendwie viele Fettbewerbe und so was.

00:22:27: Und als es zum Abi ging, wurden wir mit der Jungsschule zusammengepackt... ...und die Jungschule war so sehr... Damals hieß es irgendwie, das heißt gar nichts, dass du eine einzelne Informatik hast.

00:22:39: Du lernst ja nur Mädchen-Informatik!

00:22:40: Das ist ja einfache Informatika.

00:22:42: also ihr... Du kannst eigentlich gar nicht wirklich... Und mit sechzehn nimmt man das natürlich ernst?

00:22:47: Mädcheninformatik.

00:22:49: Das habe ich ja auch noch nie gehört, also was ist denn wohl Mädchen-Informatik?

00:22:53: Ja weiß ich auch nicht.

00:22:54: Wir sitzen dann mit Tinken, Laptops und Nagellack und...

00:22:59: Aber das finde ich jetzt schon krass weil ich hab einige Gästinnen jetzt schon gehabt und ich war ja auch selber auf einer Mädchenschule Und alle haben erzählt dass was ich eben selber erlebt habe als du jetzt auch geschildert hast Dass solange keine Jungs quasi dabei sind, dass alles relativ gut funktioniert, dass man im Grunde allen Interessen nachgehen kann, die man so hat.

00:23:18: Aber sobald dann irgendwie die Klassen gemischt werden, trennt sich das so oder man hat eben diesen Sexismus.

00:23:27: und was hast du denn gemacht?

00:23:28: Also hast du das abgewählt oder wie bist du damit umgegangen?

00:23:32: Ja ich habe dann Physik- und Matheleistungskurs gehabt und Physikleistungsskurs lief richtig gut auch und da war es tatsächlich so dass die Jungs eine Wette gemacht haben dass sie es schaffen können, ohne zu lernen und besoffen bessere Noten zu hören.

00:23:50: Also die haben sich am Abend vorher in der Kneipe getroffen und haben sich komplett abgeschossen und sind morgens besoffene Klausur gekommen.

00:23:56: Und besser zu sein als du oder als die Mädchen generell?

00:23:59: Das

00:23:59: ist ein Mädchen, also die meinten, ich habe uns so ohne zu lern und besoffen besser zu seien in der Klausure als äh die Mädche.

00:24:04: Herzgeklappt!

00:24:05: Und mein Lehrer hat dann eine den Durchschnitt ausgerechnet und die Jungs hatten durchschnitt von vier Komma irgendwas Punkten und die Mädchendreizem Komma irgendetwas Punkten.

00:24:12: Ja klar, also... Ja, das Ego muss man auch mal haben.

00:24:16: Also nee, muss man nicht haben aber ja interessant.

00:24:20: Mir wurde auch mal empfohlen ich soll Sekretärin werden.

00:24:23: also solche Dinge muss man dann halt hören

00:24:26: von deinen Klassenkameraden?

00:24:28: Ja, auch Familie überall.

00:24:31: Also quasi so mach was sicheres mache eine Bank auf Halldärem

00:24:37: Das ist wie mir gerade die

00:24:40: vorhatte.

00:24:43: Ja, sichere Jobs dass Hör ich von einigen, dass ihnen das geraten wurde.

00:24:49: Einige haben ja auch erstmal irgendwie eine Ausbildung gemacht oder erst mal was in Anfangszeichen langweiliges studiert bis sie dann doch ihrer Leidenschaft nachgegangen sind und häufig hat ja auch ne Rolle dabei gespielt diese Berufsberatung in der Schule.

00:25:04: hattet ihr das denn auch?

00:25:05: Und wenn ja was kamen denn dabei dir raus?

00:25:07: da kam aber nicht Sekretärin raus.

00:25:10: Ich glaube, bei mir kam Wirtschaftsmathematik heraus.

00:25:14: Man fühlt ja diese Bogen aus und es gibt diesen mathematischen und christenschaftlichen Teilen.

00:25:18: Dann gibt's dann noch so einen sozialen Teil also quasi viel.

00:25:22: gerne arbeitest mit den Menschen zusammen.

00:25:25: Also Persönlichkeit.

00:25:27: Es ging schon mal in die Richtung aber...

00:25:32: Hattest dir denn geholfen als Gegengewicht zu den ganzen Sprüchen?

00:25:37: Ja, das ist auch krass war.

00:25:38: Noch einmal zu den Jungs!

00:25:41: als wir dann die Noten zurückbekommen haben, haben die noch irgendwie so was rausgeräumt.

00:25:45: Von wegen, sie haben nur ihre Brüste gezeigt.

00:25:49: Das war natürlich oft dieses Alter mit sechzehn aber es war schon ein paar Schulschlüsse.

00:25:56: Wenn ich mir so anhöre, was du erzählt hast also zum Umgang mit Frauen sei es jetzt ja generell im Informatik oder bei dir ist das eher der Mintbereich, sei es auch an der Schule... Was muss sich denn ändern?

00:26:12: Deiner Meinung nach, damit Frauen da ja erstens nicht diskriminiert werden wie du das sehr drastisch geschildert hast.

00:26:19: Drastisch ist es eben einfach anders kann man's nicht sagen und damit Frauen eben ja einfach ernst genommen und ihre Leistungen anerkannt werden was müsste passieren?

00:26:30: oder was wünschst Du Dir?

00:26:31: Das

00:26:34: ist eine sehr gute Frage.

00:26:35: ich glaube Es bringt wenig wenn wir mehr Initiativen machen für Frauen Weil Frauen keine Probleme, wir brauchen Initiative für Männer.

00:26:44: Also ich hab das Gefühl es gibt Girls' Days, es gibt super viele Möglichkeiten an die Mädchen sich selbstständig wenden können.

00:26:51: aber gerade wenn du irgendwie eingeschüchert wie das traumatisiert bist weil du so viel Scheißer legst, hast du jemanden auch keinen Bock mehr?

00:26:56: Und ich habe halt das Gefühl, es gibts sehr viele Initiativen die so sind.

00:26:58: so hey guck mal und dann wird das in die Zeitung geschrieben und nach hinten rum ist es aber nicht so... ...und ich glaube wir brauchen weniger Initiative für Frauen wir brauchen Initiative für Männer.

00:27:09: also die müssen alle in weil sie auch nicht Sexismus-Workshops mal rein oder sich selbst reflektieren lernen.

00:27:20: Also es ist kein Frauenproblem, sondern ein Männerproblem.

00:27:24: Ich glaube, wer war das?

00:27:25: Pelicor hat das ja gesagt, the chain must fit sides oder so.

00:27:30: Also quasi ich sehe es nicht mehr als meine Aufgabe.

00:27:33: Ich habe mega lange es jetzt meiner Aufgabe gesehen aufzuklären und zu bilden aber ich hab da keine Kraft

00:27:38: mehr.

00:27:41: Und als du dann ins Studium gewechselt bist, hat sich das hoffentlich ein bisschen gewandelt.

00:27:46: oder wie war da der Umgang mit Frauen?

00:27:49: Oder wie hast du die Atmosphäre erlebt?

00:27:51: Weil Physik ist ja jetzt auch nicht gerade das Massen-Frauenfach traditionellerweise.

00:27:56: Ja, ich bin absichtlich in eine Region gezogen nach Jena weil dass Frauenwild im Osten nicht so ist wie am Westen.

00:28:04: also ich glaube durch DDR und BRD Im Westen ist noch dieses Gängel gebildet mit die Frau als Hausfrau und Mutter.

00:28:10: Und der Mann geht arbeiten, den sehr vielen Familien so holen.

00:28:14: wenn die Frau arbeiten geht dann vielleicht zwanzig Stunden die Woche und ja Sekretärin oder Gut-Flehrerin.

00:28:20: aber ich hatte keine Frau in meinem Umfeld die irgendwie im Naturwissenschaften war kein einziger.

00:28:25: und mein Physiklerat hat gesagt ich soll in den Osten gehen weil die neuen Bundesländer quasi eine ganz andere Infrastruktur haben.

00:28:34: Also das ist total selbstverständlich, dass die Kinder alle in den Kindergarten gehen nach einem Jahr und dass sie Frauen alle arbeiten.

00:28:40: Und ich hatte auch wenig Sexismus-Erfahrung im Studium obwohl ich natürlich auch irgendwie ein Selbstbewusstseinsproblem hatte.

00:28:47: Ich glaube ich wäre in allen Lerngruppen willkommen gewesen mit den Männern aber man hat sich dann nicht so getraut zu fragen also ich war dann trotzdem eher mit den Mädels zusammen.

00:28:57: Gab es denn viele oder gab's einige bei euch?

00:29:01: Ja, so zwanzig Prozent würde ich sagen.

00:29:03: Aber was mir natürlich auch aufgefahren ist dass die Mädchen eine andere Motivation haben.

00:29:08: also ich glaube bei den Jungs war es schon eher so... Ich interessiere mich für Technik, ich mag Formel und ich bin... Matze ist cool!

00:29:16: Und bei den Mädchen war's eher so.. Ich möchte die Welt retten, ich möchte die Mervorscherin werden oder ich möchte keine Ahnung Krebs sein und meine Freundinnen machen jetzt alle total coole Sachen.

00:29:23: Die einen hatten Master in Bio-Nano-Technik gemacht, also quasi so im Nanobereich irgendwelche Medizin-Instrumente.

00:29:31: Eine andere irgendwie in Laserphysik.

00:29:33: die macht jetzt so Laser die im OP verwendet werden und ein anderes dererin geworden.

00:29:39: aber die meisten von meinen Mädels sind halt eher so.

00:29:43: ich möchte was machen was sie weltbesser macht und die Jungs sind hat eher so schwarze Löcher Quantentheorie so in die Richtung.

00:29:51: Aber das heißt du möchtest auch gerne die Welt verbessern?

00:29:54: Das ist so deine zugrunde gegen die Motivation.

00:29:57: Was hast du denn da noch so vor?

00:30:00: Also gerade es gibt in Mecklenburg-Vorpammern ein neues Programm, wo ich mich bewerben will.

00:30:05: Das ist natürlich nochmal komplett anders ist aber... Da geht's um Moa Klimaschutz.

00:30:09: Ich hab mir hier jetzt so'n bisschen in Richtung Landwirtschaftsmodelle, Klima im Ökosystem spezialisiert und da kann man sich ausbilden lassen zu Moa Renaturierung Und dann lernt man halt quasi den ganzen Prozess von wie wiedervernässt man Morhe, wie wirkt sich das auf das Klimasystem aus.

00:30:29: Wie überprüht man dass wirklich Kohlenstoff gespeichert wird?

00:30:32: Darüber werbe ich mich gerade.

00:30:34: Ich könnte mir vorstellen zu promovieren aber ich bin total eingeschüchtert.

00:30:39: also ich dachte auch also ich bin ins Stil gegangen mit der Einstellung ja wenn ich durchfahre kann ich immer noch was anderes machen und ich gucke mal wie weit ich komme Und ich bin aber nicht durchgefallen.

00:30:50: Also, ich hatte nicht gedacht dass ich überhaupt Physikbösch da kriege weil ich halt so aufgewachsen bin das es nichts ist was eine Frau kriegt.

00:30:57: also und deswegen Ich werde jetzt auf jeden Fall versuchen mich für PhD Stellen zu bewerben Aber es gibt auch andere Sachen mich interessieren.

00:31:08: Also ich glaube dass du sozusagen deine eigenen Vorurteile dir selbst gegenüber erstmal überwunden hast schon einmal mit dem Bachelor dann mit dem Master.

00:31:17: Das ist ja schon mal ein gutes Zeichen, also ich glaube da kannst du es auch versuchen.

00:31:21: Und da uns hier viele Leute zuhören die auch im Wissenschaftskontext arbeiten und die vielleicht was gehört haben von der einen oder anderen Stelle oder vielleicht selber eine Stelle haben... Was müsste das denn für ne Stelle sein?

00:31:34: Was würdest Du denn gerne machen?

00:31:36: Am liebsten halt irgendwas an der Schnittstelle halt vom Computermodellen- und Klimaforschung und am besten nicht nur Klimaforschung sondern Man nennt es halt auch Klimafolgenforschung, also quasi was passiert durch die Klimakrise?

00:31:50: Meeres Spiegelanstieg oder Exzellenmetallignisse-Wasserveränderungen.

00:31:56: Ja also wenn jetzt jemand zuhört und zufällig so eine Stelle frei hat vielleicht meldet ihr euch einfach mal entweder bei Anneke oder bei mir Und wer weiß vielleicht kommt er ja da noch zusammen.

00:32:07: Aber gehen wir nochmal einen Schritt zurück in dein Studium Denn du hast ja auch schon gearbeitet neben dem Studium und zwar als Data Scientist.

00:32:15: Was hast du denn da gemacht und wie kam es dazu?

00:32:19: Also das eine war, ich wusste halt auch nicht am Anfang von Schul möchte ich eher in den Bereich finanzen.

00:32:23: Weil meine Eltern dabei arbeiten oder möchte ich in dem Bereich Forschung und ich habe dann in den Semesterferien bei Bekannten im Bereich Daten was gemacht.

00:32:34: Und ich glaube dass gerade in der Wirtschaft, weil man das Bereich zum Daten ausgeschrieben ist und die Data Science schreiben, meinen sie oft nicht das Data Science, das man in einer Uni lernt wo man halt wirklich Modelle programmiert Statistischer Riesenmacht, sondern so Data Science in der Wirtschaft ist halt oft einfache Excel-Fällen schreiben.

00:32:53: Und das war super aufgebaut.

00:32:55: Die Stelle mit irgendwie braucht das und das und du lernst das und dass und am Ende waren es halt so Prozentreisatz, Excel Rechnungen.

00:33:05: Und was ich auch gerade fahrt, war, dass die so begeistert von mir waren wie schnell ich Sachen lösen konnte.

00:33:13: aber... Wenn man aus der Physik kommt, hat das vom Niveau sehr wat uns.

00:33:20: Und das andere war dann an einer Forschungsstelle im Bereich Vittologie.

00:33:23: Da hab ich dann ein globales Netzwerk von Forschungstowern ausgewertet und die Daten untergeladen, eine statistisch ausgewerte Modell selber gebaut.

00:33:31: Also es war schon viel eher meins.

00:33:34: Aber natürlich im realen Leben ist es halt nicht die Forschung.

00:33:37: In der Forschung lernt man natürlich komplexe Themen und in der realen Welt geht's halt darum... Dass du um das machst, dass es schnell geht und die meisten Leute haben dann irgendwie ihre Tools, die sie seit dreißig Jahren haben.

00:33:48: Und man kloppt da seine Zahlen rein aber man macht da jetzt nichts bahnbrechendes Neues.

00:33:55: Gibt's ja noch irgendwas, was so unseren Hörerinnen gerne mit auf den Weg geben möchtest?

00:34:01: Ja ich würde sagen auf jeden Fall habt Mut euren Weg zu gehen und ich glaube ihr wisst am besten, was besser für euch ist.

00:34:09: Und viel, was von außen kommt, ist einfach nur... die projekzierte Angst von außen, also quasi Leute kritisieren dich weil sie sich selbst nicht trauen würden.

00:34:17: Weil sie neidisch sind falls sie in ihren eigenen Strukturen festhängen und ich würde es nicht persönlich nehmen aber Ich würde auch auf den Energiehaushalt achten.

00:34:26: Also eine Kämpfe muss man vielleicht aufgeben Aber es gibt auch andere Leute.

00:34:31: Also dann wenn's umfeld ändern Wenn es irgendwo Probleme gibt aber Nichts sich selbst ändern.

00:34:47: Das war die neunundsechzigste Folge Informatik für die moderne Hausfrau.

00:35:05: Wenn euch dieser Podcast gefällt, dann abonniert ihn doch bitte und hinterlasst eine positive Bewertung oder eine kurze Rezension!

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00:35:40: Ihr könnt euch dort auch für ein anderes Abo entscheiden – dann bekommt ihr zusätzlich noch eine Retrotasse mit dem Podcast-Logo

00:35:46: als Dankeschön.

00:35:49: Alternativ könnt ihr mir auch über die Plattform Kofi, wie der Name schon nahe legt einen Kaffee spendieren bzw.

00:35:55: ein bisschen was in den Hut werfen!

00:35:58: Alle Informationen dazu findet ihr auf informatik-hausfrau.de unter der Rubrik unterstützen oder in den Show Notes.

00:36:05: Wenn ihr Kontakt zu mir aufnehmen wollt dann könnte das über Social Media tun.

00:36:11: Auf BlueSky und Instagram findet ihr dem Podcast unter dem Handel Informatik Frau alles zusammengeschrieben.

00:36:18: Alternativ könnt ihr auch meinem persönlichen Account folgen, also ohne direkten

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00:36:47: Auch allen anderen Hörerinnen steht dieser Kommunikationskanal natürlich für Feedback- und Themenvorschläge

00:36:53: zur Verfügung.

00:36:55: Danke fürs Reinhören, und hoffentlich bis zum nächsten Mal!

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